Rita Pawelski, MdB - Ihr Bundestagsmitglied für den Kreis Hannover
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Die Sitzungswoche

Für eine/n Bundestagsabgeordnete/n ist ein Kalenderjahr zweigeteilt. Etwa ein halbes Jahr wird im Wahlkreis und die andere Hälfte in Berlin gearbeitet. Die beiden Arbeitsphasen wechseln sich ständig ab, d. h. in der Regel folgen auf zwei Wahlkreiswochen zwei Sitzungswochen des Bundestages in Berlin. Dabei sind die Abläufe der Sitzungswochen relativ festgelegt.

Dienstag bis Freitag gelten als Präsenztage der Abgeordneten, d.h. jeder muss sich einmal täglich in eine offizielle Anwesenheitsliste eintragen, die vom Bundestagspräsidenten geprüft wird. Je nach Grund einer Abwesenheit werden gestaffelt Abzüge von den Abgeordnetenentschädigungen vorgenommen, prinzipiell auch bei Vorlage eines Attestes oder bei Dienstreisen.


Montag

In der Regel beginnen die Abgeordneten ihre Sitzungswochen mit einem Besuch des Wahlkreisbüros, wo sie mit ihren Wahlkreismitarbeitern die relevanten Termine der kommenden Woche besprechen.

Je nach Entfernung treffen die Abgeordneten am frühen Nachmittag in Berlin ein. Als erstes wird die vorsortierte Post der letzten sitzungsfreien Wochen durchgesehen und mit den Berliner Mitarbeitern die Woche besprochen.

Aufgrund des engen Terminplans in einer Sitzungswoche finden zusätzliche, nicht regelmäßig stattfindende Sondertermine – Öffentliche Anhörungen der Fachausschüsse, Sitzungen der Enquete-Kommissionen – in der Regel am Montag statt.

Am Nachmittag trifft sich der Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Wochenbesprechung, bevor sich abends die jeweiligen Landesgruppen zusammen finden. Die Landesgruppen werden von den Abgeordneten eines Bundeslandes gebildet, wobei in unserer CDU-Landesgruppe Niedersachsen auch der Bremer CDU-Kollege Mitglied ist. Hier werden die Themen mit niedersächsischem Bezug besprochen, so z.B. wie kann man Niedersachsen auf der Bundesebene noch weiter voran bringen.


Dienstag

Der Dienstagmorgen ist für die Arbeitsgruppen der Fraktionen reserviert, in der die entsprechende Ausschusssitzung am Mittwoch vorbereitet wird. Ab 09:30 Uhr beginnt für mich die AG „Wirtschaft und Technologie“ und um 11:45 Uhr die AG „Tourismus“. In den Arbeitsgruppen werden Initiativen erarbeitet und politische Ziele diskutiert.

Am frühen Dienstag Nachmittag tagt die Arbeitnehmergruppe der Bundestagsfraktion. Denn ab 15:00 Uhr ist der Terminkalender für die Fraktionssitzung reserviert, an der alle Abgeordneten von CDU und CSU teilnehmen. Den späten Nachmittag verbringe ich mit Büroarbeit, um mit meinen Mitarbeitern die folgenden Termine vorzubereiten, Initiativen aus- und die Post weiter abzuarbeiten.

Abends finden die Parlamentarischen Abende von Verbänden, Institutionen, Gewerkschaften und Industrie statt. Üblicherweise nehme ich an zwei nacheinander stattfindenden Veranstaltungen teil. Wichtige anstehende Gesetzesvorhaben und parlamentarische Initiativen werden auf diesen Treffen mit den Organisatoren diskutiert. Um 23:00 Uhr beende ich meinen Arbeitstag.


Mittwoch

Der Mittwoch beginnt wie auch der Donnerstag häufig mit einem Arbeitsfrühstück um 7:30 Uhr. Ab um 9:00 Uhr tagen dann traditionell die Ausschüsse des Bundestages – die eigentliche Arbeitsorgane des Bundestages.

Ab Mittwochmittag tagt zum ersten Mal in der Sitzungswoche das Plenum. Am Anfang steht die Befragung der Bundesregierung. Hier haben alle Parlamentarier Gelegenheit, die Vertreter der Bundesregierung direkt zu befragen. Häufig treffe ich mich im Anschluss mit Vertretern von Verbänden aus Niedersachsen.
Auch heute ist nach Ausschuss- und Plenarsitzungen nicht Schluss. Der Nachmittag ist in den meisten Terminkalendern mit Gesprächstermine, Büroarbeit, Vortragsveranstaltungen, Pressearbeit, Kontakte in den Wahlkreis etc. ausgefüllt. Wie am Vortag nutze ich die auch am Mittwoch stattfindenden Parlamentarischen Abende zur Diskussion mit Experten aus den verschiedensten Bereichen.


Donnerstag

Pünktlich um 9:00 Uhr eröffnet der Bundestagspräsident die Plenarsitzung. Aufgrund der umfangreichen Tagesordnung ist eine Sitzungsdauer bis spät in die Nacht nicht selten. Aufgrund von zahlreichen Terminüberschneidungen am Donnerstag müssen die Abgeordneten das Plenum immer wieder verlassen und parallele Aufgaben wahrnehmen. Aus diesem Grund ist das Plenum zwischendurch auch geringer besetzt, da die Abgeordneten zu ihren Fachbereichen ins Plenum kommen und zwischendurch an zeitgleich stattfindenden Sitzungen anderer Gremien teilnehmen müssen. So tagt beispielsweise am Donnerstag Mittag regelmäßig die „Gruppe der Frauen“ der Unionsfraktion am Rande des Plenarsaals.


Freitag

Auch der Freitag ist ein Plenartag, den der Präsident gegen 9:00 Uhr eröffnet. Der Ältestenrat, der die Tagesordnungen festlegt, ist zwar bemüht, die Sitzungen freitags bereits am Nachmittag enden zu lassen, aber auch hier wird es regelmäßig knapp – häufig wird bis 16:00-17:00 Uhr getagt. Anschließend werden im Büro die letzten Dinge geregelt, Pressegespräche, Pressemitteilungen, der Terminplan für das Wochenende und die nächste Woche.

Im Anschluss treten die Abgeordneten die Rückfahrt in den Wahlkreis an, wo die meisten einen Abendtermin wahrnehmen. Viele Orts- und Kreisverbände sowie Vereine nutzen die Freitage und das folgende Wochenende zu Mitglieder- und Delegiertenversammlungen. Die Abgeordneten berichten auf diesen Veranstaltungen über die Geschehnisse der letzten Wochen und über die anstehenden Vorhaben im Bundestag.


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